• eine bescheidene bronzene Statue...

    Ich glaube, ich habe gerade meinen kleinen Moment für diesen heutigen Tag gefunden :D. [ http://ducnoir.blog.de/2009/09/01/kleinen-momente-6869676/ ] Mein Bruder versucht sich gerade an "Oh Tannenbaum", ein ziemlich unattraktives Lied in meinen Hörorganen, sehr langweilig und schlicht, vergleichbar mit "Alle meine Entchen". Doch mein Klavierlehrer hat gerade ein Lied, welches den Namen einer großen, bedeutenden Stadt in den USA trägt, indem eine bescheidene bronzene Statue, welches ein Geschenk der Franzosen war, steht, zum Besten gegeben. Mein kleiner Moment <3.

    Die Idee für diesen Eintrag entstand bereits seit der Geburtsstunde dieses gelblich, herbstlichen Blogs. Als Titel war damals " Die regende Sonne" geplant, aber das werde ich mir, im Laufe der nächsten Minuten, noch einmal überdenken. Kommen wir zur Sache:

    Ich liebe die Sonne,
    wie viele andere von euch auch.
    Es gibt kaum etwas besseres, als an einem milden Frühlingsmorgen, wenn es gerade hell wird, überall in der Luft noch dieser frische Nebel und Tau zu sehen ist und man dadurch einzelne Sonnenstrahlen erkennen kann, spazieren geht, um den frischen Duft des widerkehrenden Lebens zu genießen und die gerade blühenden Tulpen, welche ,vom Tau und dem Licht der Sonne, sich glänzend im Wind wiegen, zu beobachten. Doch das allerbeste ist, eingepackt in Mantel und Schal, gen Sonne zu blicken und sich diese verdammten angenehm warmen Sonnenstrahlen ins Gesicht schimmern zu lassen. Die Strahlen, die auch im späten Sommer noch spät Abends scheinen, wenn du mit deinen Freunden gerade im Garten grillst und ihr euch von diesen Sonnestrahlen, genau wie in den bisherigen Sommertagen, hinreißen lasst.

    Doch WEN ich viel mehr liebe, ist der Regen...

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    Der melancholische Regen, der dir den Tag ruiniert und gleichzeitig rettet, der MIR jedes Mal wieder klar macht, dass ICH ein NICHTS bin, auch nur ein Tropfen unter milliarden Anderen, der tausende, sowohl negative als auch postitive, Gefühle hervorruft und dich in den tiefen Zustand des phylosophischen Denkens versetzt.

    Der Regen, der die Straßen nicht nässt, sondern für dich säubert, sie glänzend macht, ihr den berühmten Geruch nassen Asphaltes gibt, der wunderbare Pfützen schafft, in denen sich die vorüber ziehenden Wolken spiegeln und in denen man den Aufprall jedes einzelnen winzigen Regentropfens erkennt.

    Der Regen im Herbst, wenn es anfängt kalt zu werden, du allein am Schreibtisch vorm Fenster sitzt, hinauf, in den grauen, traurigen, dramatischen, aber doch lebhaften und wundervollen Himmel blickst und die Musik leiser drehst, um dem trommeln des Regens zu lauschen.

    Der Regen, der wie Musik in den Ohren ist, wenn man die Augen schließt und hört wie er nachts, leise gegen den Regenschirm oder das Dachfenster poltert.

    Und letzlich, der Regen, der dich, in verbindung mit einem fesselndem Buch am Kamin, einem außergewöhnlich fabelhaften Film, harmonischer Musik und an bestimmten Sitationen, einfach nur.... zum weinen bringt. :)
    Das ist der Regen, dieser so vielfältige und facettenreiche Regen, den ich so sehr verehre.

    Doch das, worum es mir eigentlich geht, ist die kombination aus beidem.
    Die Situation, die ich meine kommt relativ selten vor, wodurch sie so besonders für mich ist, dass ich ihr einen eigenen Blogeintrag witme. Klar! Ihr wisst alle was ich meine, aber nicht das Stück muss interessant sein, um die Aufführung gelungen zu machen, die Darstellung tut es. Nun ja,... und diese, liegt gewisserma(a)ßen an mir.:)

    Aber nicht jetzt... nicht heute... :D
    ich will es spannend machen... seit gefasst ;)!

    To be continued.

  • Eine Ära geht zu Ende!

    Eigendlich wollte ich diesen Blog Promofrei gestalten, aber was soll's es ist unser letzter gemeinsamer Abend als Nyu-, mein letzter Abend als Nyu- darum:

    Eine Ära geht zu Ende!
    Wie heißt es so schön? "Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist."

    Noch nie hat eine Eventreihe eine ganze Generation geprägt wie Nyu-.
    Man denke an die unvergesslichen Nächte "Asian Soul" Sommer 2007 im Bounce87, die grandiose "Asian United" Party oder die legendäre "AA:03" im Buddha Art Palast, die noch bis heute unbestritten als spektakulärste Asia-Party gilt.

    Für viele galt Nyu- als erster Kontakt in die asiatische Nightlifeszene, man hat ausgelassen gefeiert, neue Bekanntschaften gemacht und sich verliebt.

    Die Zeit ist gekommen, die Zeit Nyu-'s neigt sich dem Ende zu, zu diesem Anlass laden die Macher von Nyu- letztmalig alle Gäste zur X-Mas special Party in DIE Location Leipzigs ein, dem VOLKSPALAST!

    In dieser Nacht werden euch alle unsere Nyu- DJ's YoungDee, Djane Kim Noble sowie DJ Melow-D akustisch begleiten.

    Als Highlight erhalten diesmal alle Gäste bis 24h ausnahmlos freien Eintritt!
    Mit dieser kleinen Geste wollen die Veranstalter gegenüber allen ihren ehemaligen Gästen, denen sie den Erfolg der letzten Jahre zu verdanken haben, ihre ungeheure Dankbarkeit ausdrücken und allen noch ein letztes mal die Möglichkeit geben, eine letzte unvergessliche Nacht mit Nyu- zu zelebrieren.

    Ein letztes mal Nyu- verpassen? Aha... Für alle anderen wird es ein unvergessliches Spektakel.
    Also seid dabei, wenn wir es noch ein letztes mal richtig krachen lassen!

  • Es könnte das letzte sein, was ihr tut.

    Es gibt viele Dinge, die mich wirklich aufregen, der Satz, "Ich hasse mein Leben!" ist eines davon. In solchen Situationen denk ich mir, "Ich wünschte ich könnte es dir nehmen und wem anders geben!"

    Ja klar, ich weiß, in solchen Momenten, will man das gar nicht sagen und es ist die Wut, oder der Frust, der aus Einem spricht, aber trotzdem! Wenn auch nur ein FUNKEN Vernunft vorhanden ist, sollte man doch wissen, dass so eine Aussage ein NO-GO ist, einfach tabu, DUMM und fast schon eine Beleidigung! Denn ich meine, "Es gibt Menschen, die töten, um zu leben und solche, die leben, um zu töten!". Es gibt so viele totkranke Menschen, die alles dafür tun würden, um ihr Leben zu verlängern, oder zumindest ein normales Leben führen zu können! So eine Aussage ist diesen Leuten respektlos und deinen Eltern undankbar gegenüber!

    Und wenn wir schon bei der Dankbarkeit sind... Hand auf's Herz, wer von euch hat jemals wirklich intensiv über Dankbarkeit nachgedacht? UND?
    Ich denke fast jeden Tag darüber nach!

    Ihr denkt bestimmt an dieses typische Beispiel: Man vermisst/schätzt erst etwas, wenn es weg ist.

    WARUM?!

    Warum schätzt der Mensch nicht von Natur aus, das, was er bereits hat? Warum ist der Mensch von Natur aus immer unzufrieden mit seiner Situation, mit seinen Besitztümern? Warum will ein mächtiger Mensch immer mehr Macht?! Aus welchem Grund will ein Mensch, der bereits etwas Gutes hat, noch etwas besseres? Ganz einfach....

    Revolutionstechnisch kann ich es mir so vorstellen, dass er nur SO voran kommt. Weil er nur so zum Menschen geworden ist, weil nur so neue Technologien und Innovationen entwickelt werden. Aber stehen Dankbarkeit und Innovation so sehr im Gegenspruch?

    "Es ist nicht üblich, das zu lieben, was man besitzt." Anatole France

    Aber das sollte es!
    Wenn ich euch fragen würde "Wofür bist du dankbar?!"
    Ich bin mir sicher die meisten Antworten dann als erstes mit "Familie und Freunde."
    Aber ist das alles? Meistens schon, denn wer macht sich schon über so ein Drecksthema gedanken?! Naja... ICH! :D

    Jede Nacht, wenn ich ins Bett gehe, frage ich mich, was ich denn an diesem Tag geschafft habe, wofür das gut war, was ich getan habe und wofür ich dankbar war. Und nun ja...
    bei dem Thema Dankbarkeit überlege ich dann immer am längsten....

    Ich bin dankbar dafür, dass..

    ...ich so gute Freunde habe.
    ...NOCH eine Familie habe! (NOCH)
    ...ich habe, was ich habe, denn das, was ich habe, kommt bei vielen
    anderen Kindern auf dieser Welt nur im Traum vor.
    ...ich zur Schule gehen DARF und gebildet werde!!!
    ...wir in einer Demokratie leben und ich meine Meinung FREI äußern darf.
    ...ich nie wirklich Hunger, oder Durst leiden musste.
    ...ich weder körperlich, noch geistig behindert bin. (letzteres stellt ihr gerade in Frage)
    ...Korruption hier in Deutschland nur im Hintergrund steht.
    ...es meinen Freunden und meiner Familie gut geht.
    ...ich einen Bruder habe.
    ...Frieden herrscht.
    ...Gott, oder sonst irgend eine höhere Macht, mir diesen Tag geschenkt hat.
    ...ein Asiat bin.
    ...es einen Ort gibt, den ich "Zuhause" nennen darf.
    ...ich nicht jeden Tag Kilometer laufen muss, um zur Schule zu kommen.
    ...ich in Deutschland lebe,
    ...es hier weder Kinderarbeit, noch Unterdrückung, noch Monarchie o.ä. gibt.
    ...in einem Staat lebe, indem es Religionsfreiheit, Sozialhilfen, Gewaltenteilung und soziale Marktwirtschaft gibt.
    ...ich soviel Glück habe und GESUND bin!

    und am Ende bin ich immer dankbar dafür, dass ich, verdammt noch mal, LEBEN DARF!

    Also denkt mal nach, wenn ihr die Zeit dafür findet. Was ist euch wichtig? Schätzt ihr die Dinge die euch glücklich machen wirklich? Wisst ihr überhaupt, was euch glücklich macht? Ich würde es früh genug tun, denn wenn ihr diese Dinge erst schätzt, wenn sie weg sind, könnte es zu spät sein :).

    "Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick."
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Und wenn es euch beim nächsten Mal also dreckig geht und ihr nicht mehr weiter wisst, dann denkt dran, ihr seid nicht die Einzigen, denen es schlecht geht, es gibt immer Menschen denen es noch schlechter geht, darum überlegt euch gut, was ihr sagt ^^. Es könnte das Letzte sein, was ihr tut.

    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen." Immanuel Kant

    Thank you, fall....
    dankbar für den herbst

    PS:
    Da wär noch was.
    Es gibt eine weitere Frage, die mich oft beschäftigt hat.
    Bei dieser Frage bin ich mir sicher, dass sich viele von euch schon Gedanken darüber gemacht haben.
    Die Frage " Warum lebe ich?! Wozu ist das gut!?".

    Die Frage ist nicht, "warum" lebe ich, sondern "für wen" lebe ich.
    Das ist meine Antwort.

  • Zeit Online: Das vietnamesische Wunder

    Ich halte diesen Eintrag für wichtig, da er viele wirklich gute und vor allem wahre Askpekte enthält, er sowohl gute als auch schlechte Argumente für und gegen den Ehrgeiz vietnamesischer Eltern aufbereitet und vor allem weil er sachlich geschrieben ist.
    Ich habe ihn nicht gepostet um meinen "vietnamesischen Stolz" in Ausdruck zu bringen, sondern damit wir(Viets), uns von einem anderen Blickwinkel betrachten können.

    Das vietnamesische Wunder
    [Quelle DIE ZEIT, 22.01.2009 Nr. 05 von Martin Spiewak]

    Die Kinder von Einwanderern aus Vietnam fallen durch glänzende Schulnoten auf. Ihr Erfolg straft Klischees der Integrationsdebatte Lügen

    Vor Kurzem erfuhr Detlef Schmidt-Ihnen die Zwischenergebnisse seiner Schule bei der Mathematik-Olympiade. Der Rektor konnte zufrieden sein. Sechs Schüler qualifizierten sich für die nächste Runde auf Landesebene. Am Ostberliner Barnim-Gymnasium ist das nichts Besonderes, die Schule legt von jeher einen Schwerpunkt auf Naturwissenschaften. Relativ neu ist dagegen das Problem, die Namen der ausgezeichneten Schüler korrekt auszusprechen. Hieß die Gewinnerin in der Klassenstufe sieben nun Tran Phuon Duyen oder Duyen Tran Phuon? Und wie war es mit Duc Dao Mihn aus der Zehn?

    Schmidt-Ihnen steht öfter vor dieser Herausforderung: 17 Prozent der Schüler an dem Gymnasium im Stadtteil Lichtenberg stammen aus einer vietnamesischen Familie, in den unteren Klassen sind es mehr als 30 Prozent. »Gerade in den Naturwissenschaften und in Mathematik sind viele von ihnen stark«, berichtet der Rektor. Auch der Schulbeste in Mathe ist vietnamesischer Herkunft.

    Keine andere Einwanderergruppe in Deutschland hat in der Schule mehr Erfolg als die Vietnamesen: Über 50 Prozent ihrer Schüler schaffen den Sprung aufs Gymnasium. Damit streben mehr vietnamesische Jugendliche zum Abitur als deutsche. Im Vergleich zu ihren Alterskollegen aus türkischen oder italienischen Familien liegt die Gymnasialquote fünfmal so hoch. »Die Leistungen vietnamesischer Schüler stehen in einem eklatanten Gegensatz zum Bild, das wir sonst von Kindern mit Migrationshintergrund haben«, sagt die brandenburgische Ausländerbeauftragte Karin Weiss.

    20 Jahre nach dem Fall der Mauer schreiben die Nachkommen der ehemaligen DDR-Vertragsarbeiter eine bislang wenig bekannte Erfolgsgeschichte. Angeworben Mitte der achtziger Jahre, erlebten die Arbeitsmigranten aus dem sozialistischen Bruderland nach der Wende in Ostdeutschland häufig den Absturz in Arbeitslosigkeit und Armut, sie waren isoliert, wurden zum Opfer von Fremdenhass. Ihre Kinder jedoch sind nun dabei, mit ungeheurem Fleiß und Bildungsdrang die deutsche Gesellschaft zu erobern. Denn der Druck, gute Noten zu erzielen, ist in vietnamesischen Familien enorm.

    Zugleich stellt der Schulerfolg der Vietnamesen eine ganze Reihe vermeintlicher Wahrheiten der Integrationsdebatte infrage. Wer etwa meint, dass Bildungsarmut stets soziale Ursachen hätte, sieht sich durch das vietnamesische Beispiel widerlegt. Auch die These, Migranteneltern müssten selbst gut integriert sein, damit ihr Nachwuchs in der Klasse zurechtkomme, trifft auf die ostasiatischen Einwanderer nicht zu. Gewiss, vietnamesische Eltern der ersten Generation hatten – anders als die Türken oder Italiener – oftmals selbst einen höheren Schulabschluss. Aber auch sie sprechen meist kaum Deutsch, leben in einer Nische unter sich und bilden so etwas wie eine Parallelgesellschaft.

    Dass ihre Kinder dennoch zu den Musterschülern unter den Migranten wurden, ist der Beleg für die Kraft einer Kultur, deren Strebsamkeit selbst unter widrigen Bedingungen zum Aufstieg führt. Das zeigt sich seit Jahren bereits in den USA, wo überproportional viele Studenten aus asiatischen – genauer: von der konfuzianischen Mentalität geprägten – Nationen die amerikanischen Spitzenuniversitäten besuchen. Nun wiederholt sich das Bildungswunder in Deutschland. [....]

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    [....]

    Nur immer nach oben – der Ehrgeiz vieler Eltern kennt kaum Grenzen

    »Bildung ist für vietnamesische Familien das höchste Gut«, sagt die brandenburgische Ausländerbeauftragte Karin Weiss. [....]

    Der Lerneifer der Ostasiaten ist ihr wertvollstes Mitbringsel aus der Heimat. [....]
    Der Umfang der Hausarbeiten ist weit höher als in Deutschland. Am Ende ihrer Grundschulzeit haben vietnamesische Schüler ihren deutschen Alterskollegen Tausende Lernstunden voraus.

    Unter anderem dieser Lernvorsprung erklärt das Ergebnis einer Studie, die der Psychologe Andreas Helmke vor ein paar Jahren veröffentlichte. Er stellte Viertklässlern aus Hanoi und München die gleichen Mathematikaufgaben. In Vietnams Hauptstadt sind viele Schulen schlecht ausgestattet, 50 Kinder lernen in einem Raum. Dennoch waren die Schüler aus dem Entwicklungsland den bayerischen Zehnjährigen haushoch überlegen. »Sogar bei Fragen, die ein tieferes mathematisches Verständnis erfordern, schnitten die Vietnamesen besser ab«, sagt der Professor der Universität Koblenz-Landau. Das Ergebnis deckt sich mit dem der Pisa-Studien, bei denen die asiatischen Länder seit Jahren die Spitzenplätze belegen.

    [....] Vielleicht nennt man die Vietnamesen deshalb die Preußen Asiens. Im Gegensatz zu anderen Migranteneltern, die sich in der komplizierten deutschen Schulstruktur oft nicht zurechtfinden, verstehen die Vietnamesen sie sofort: Nur das Gymnasium – oder als schlechtere Alternative die Gesamtschule – führt zum Abitur, der Rest ist uninteressant.[....]

    [....] die Integration der Kinder im Turbotempo entfremdet sie ihren Eltern, besonders wenn sie in die Pubertät kommen. »Die Jugendlichen leben in zwei Kulturen«, beobachtet Tamara Hentschel vom Verein Reistrommel, der die Berliner Vietnamesen seit der Wende unterstützt. Zwischen den Generationen herrsche eine »Sprachlosigkeit«. Hentschel meint das ganz wörtlich. Da viele Kinder bereits ganz früh in die Kita kommen, sprechen sie später zwar akzentfrei Deutsch; ihr Vietnamesisch jedoch taugt nur für die Alltagskommunikation. Wird das Thema emotional und damit kompliziert – schlechte Noten, der erste Freund –, stocken die Worte, oder es wird laut. Dann schreien beide Seiten, in unterschiedlichen Sprachen. Wenn es ganz schlimm kommt, wenden sich die Jugendlichen von ihrer Kultur ab und weigern sich, vietnamesisch zu essen, oder reißen gar von zu Hause aus.

    Doch das sind (noch) Einzelfälle. Die meisten vietnamesischen Familien halten eng zusammen. Und der Respekt der Kinder vor den Eltern ist genauso groß wie ihr eigener Ehrgeiz. »Wir wollen lernen und vorankommen«, sagt auch der kritische Long. »So können wir vielleicht einmal zur Elite dieses Landes gehören.«

    Alles lesen? Direktquelle: http://www.zeit.de/2009/05/B-Vietnamesen

  • Grüne Fluorezenz....nein...anders,

    Überall auf seinen Lieblingsblogs liest man von Zukunftsplänen, Studentenleben, Unis, von "konzentriertem und strukturiertem Chaos" und vom Desinteresse der Professoren und von den sogenannten "Komilitonen (Mitstudenten)". Da möchte man doch seinen Teil dazu beitragen und mitreden. Bis vor drei Tagen konnte ich das nicht, aber ich war in den letzten zwei Tagen mit meinem Seminarfachkurs(ja das heißt so) im Xlab, einem Forschungsinstitut in Göttingen, welches direkt auf dem Unigelände ist. Meiner Empfindung nach, ist sogut wie alles in Göttingen direkt am oder auf dem Unigelände. Es ist WIRKLICH eine Unistadt, denn der Campus, der einen ganzen Stadtteil einnimmt, ist wahrscheinlich größer als die "Stadt" in der ich lebe und es gibt drei Mal soviele Studenten(24000) dort, wie Einwohner in meinem Kaff. Es war AWESOME!, denn alles richtet sich dort nach der Uni und den Studenten, wenn man durch die Stadt fährt, kommen einem Namen wie: "Apotheke an der Uni, Kneipe an der Uni, Kindergarten an der Uni, Puff an der Uni" usw. entgegen, naja okay, das letzte habe ich mir ausgedacht.;D

    Darüber hinaus bekommen die Studenten (z.T auch Schüler) in vielen Gaststätten günstigeres Essen. Mir kommt es so vor, als gebe es die Stadt nur wegen der Uni und man habe die Stadt um die Uni gebaut und nicht die Uni in die Stadt. Mir wurde erzählt, dass wenn dort Semesterferien sind, die Stadt total ausgestorben und leer sei. Ich habe mal gelesen, dass diese "Georg-August-Universität Göttingen" einen Preis bekam, der sie auf den "Rang" von Harvard und Oxford aufsteigen ließe. Bis vor zwei bis drei Tagen wollte ich noch in Hamburg studieren, weil ich diese Stadt einfach liebe, aber ich glaube ich habe mich neu verliebt, denn ich schwanke jetzt wirklich zwischen diesen beiden Städten. Hamburg ist groß, reich, voller glamour, edel, bedeutend, das Washington von Deutschland, aber Göttingen dagegen ist einfach nur SCHÖN!, viel kleiner und idyllischer, jung, harmonisch und fast ALLES ist BUNT und voller Leben. Ich war fasziniert von den Farben der Häuser, der Harmonie zwischen Altstadt und Neustadt, den vielen Bäumen und Wiesen und diesem naturnahem Ambiente, welches besonders im Herbst, durch die vielen Farben, ausgeprägt ist. Allein das Xlab sieht so aus

    Xlab

    und wenn man aus den großen Fenstern schaut sieht man unendlich viele Farben und es entstehen so viele wunderbare Eindrücke, die vom nahegelegendem Wald und den bunten Gebäuden verursacht werden. Für Studierende und angehende Studenten ist diese Stadt wirklich ein Traum! Es harmoniert alles so gut miteinander, so sauber und architektisch gut aufgebaut, dass es mich wirklich am ersten Tag aus den Socken gehauen hat. WIRKLICH AMAZING!

    So viel dazu, kommen wir zum Kurs selber:
    Wir haben einen Kurs für Molekular-Biologie belegt, in diesem haben wir Transgene Pflanzen hergestellt, das sind genetisch veränderte Pflanzen, ich möchte nicht sooo genau darauf eingehen, weil ihr sowieso die Hälfte nicht verstehen werdet, darum werde ich es, so kurz, deutlich, leicht verständlich und einfach wie ich kann, erklären.

    Wir haben das Prinzip der Transformation fremder DNA in eine Pflanzenzelle deutlich gemacht, indem wir Zwiebelzellen, mit Hilfe einer Genkanone/Partikelkanone, welche 26000€ kostet, mit fremden DNA-Strängen/Genen beschossen haben, welche das Merkmal haben, Proteine herzustellen, die eine grüne Floureszenz aufweisen. Grüne Fluorezenz....nein...anders, ein grün fluorezierendes Protein, (zu Englisch green fluorescent protein) abgekürzt GFP, leuchtet, nach der Anregung durch UV-Strahlen (also normalem Sonnenlicht), grün. Dieses GFP Gen wurde einer Tiefseequalle, ihr kennt doch sicher diese Tiefseequallen die so cool leuchten:D, entnommen. Wir haben den Zwiebelzellen einen Tag Zeit gelassen, um die fremde DNA einzubauen und die Proteine herzustellen. Dann haben wir, mit Hilfe eines Fluorezenzmikroskops, so etwas hier gesucht und gefunden.

    fluorezierende Zwiebelzelleaequorea_victoria tiefseequalle
    Damit ist bewiesen, dass man Gentransfer mittels einer Gen/Partikel-kanone durchführen kann. Taaadaaahhh

    Noch kurz zu dem Mensaessen der Mensa Nord, es gibt wahrscheinlich noch etliche andere.
    Es war.... TRAUMHAFT! Ich habe mich nie getraut über Essen zu bloggen, weil man am Ende sowieso im Schatten von Tini steht, aber diesmal ist es mir egal. Es war traumhaft, wenn man nur Mensaessen berücksichtigt. :D Es war vor allem traumhaft, weil es total BILLIG und viel war, "das muss ja auch so sein", denn "die ganzen armen Studentenschweine" wie meine Lehrerin zu sagen pflegte, "müssen ja auch etwas essen".

    2,55 futtermhhhh elli lleeecker
    Ich habe für das Essen 2,55€ bezahlt. Meine blonde und blinde Seelenverwandte am anderen Ende des Tisches 1,70€.

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